Einleitung und Grundbegriffe

1. Wozu der ganze Aufwand?

Informationsfülle (mit Klick vergrößern)

Informationsfülle (mit Klick vergrößern)

Noch vor einigen Jahren war man sich unsicher, ob sich im Web „gescheite“, d. h. qualitativ gute Inhalte finden werden. Und noch immer vermitteln Medien wie Fernsehen und Print-Presse den Eindruck, dass es fast nur Angebote wie eBay, SchülerVZ oder Spieleseiten gibt. Das ist Unsinn. Die Wirklichkeit hat sich radikal geändert. Universitäten und Institute, wie z. B. das bekannte MIT, stellen ihre gesamte Bibliothek und Forschungsberichte online. Zeitungen wie die SÜDDEUTSCHE oder DIE ZEIT unterhalten umfangreiche Archive. Bundes- und Länderministerien investieren in Bildungs- und Schulportale. Es gibt Lexika für Spezialwissen, Simulationen für Wirtschaftskreisläufe, Modelle für Physik, Chemie und Biologie, gut recherchierte Rundfunkbeiträge sind als Audio-Dateien abrufbar, Videos von Dokumentationen z. B. in Religion oder Geschichte werden von den Sendern zur Verfügung gestellt. Referendare und Kollegen tauschen Unterrichtsentwürfe aus, berichten über neue Lehrpläne in Foren, geben Hilfestellungen und Tipps für den Lehreralltag.

Die Liste könnte man beliebig verlängern. Dreh- und Angelpunkt, um an diese Informationen zu kommen, bleibt der Browser. Also jene Software, mit der Sie gerade diesen Beitrag lesen.
Rund 15 Jahre ist es her, dass wir uns an dieses Alltagstool gewöhnt haben. Damals, vielleicht erinnern sich manche noch an den Namen „Netscape“, suchte man neue Angeboten in Suchmaschinen. Dann klickte man auf einen gefundenen Link. Blätterte weiter. Druckte interessante Seiten aus. Und begann wieder von vorne …

Halt! Für viele hat sich in diesen 15 Jahren nichts geändert – sie verfahren noch genau so, wie in der Steinzeit des Webs. Das ist langsam. Zeitaufwändig. Unbequem. Und man kann nur einen Bruchteil des Potentials, das im Web steckt, wirklich nutzen.

Sagen Sie nicht: „Soll ich schon wieder etwas Neues lernen?!“ Sind sind schließlich Lehrer. Oder Lehrerin. Oder im Bildungsbereich tätig. Da gehört doch wohl nicht nur das Unterrichten, sondern auch das Lernen zu Ihrem Job, oder? Na also.

Sagen Sie nicht: „Für so was habe ich keine Zeit!“ Wenn Sie Ihr Alltagswerkzeug nicht verbessern wollen, dann müssen Sie im Gegenteil sehr viel Zeit haben. Das ist so, als wolle jemand bei seiner Ablage die Zettel weiter in Schuhkartons im Keller aufbewahren, in diversen Schubladen, am Kühlschrank, auf dem Schreibtisch. Und wenn man ihm sagt, dass ein Ordner mit einem Register auf die Dauer Zeit sparen würde, erwidert er: „Nichts für mich. Das hat bisher auch so geklappt. Da weiß ich, wo es liegt. Mehr brauche ich nicht. Und wenn doch einmal, dann gehe ich halt suchen.

Sagen Sie vielmehr: „Warum mir die Sache nicht mal anschauen. So kompliziert kann es ja nun auch wieder nicht sein.“ Genau. Das ist die richtige Einstellung!

Ach ja: Wunder kann übrigens auch ein Browser nicht vollbringen. Richtig eingerichtet kann er Ihnen zwar Arbeit abnehmen und Sie auf Neuigkeiten Ihres Wissensgebietes aufmerksam machen. Aber sich ein wenig umschauen, Anregungen aus dem Netz holen, mit Kollegen über deren Quellen reden – das kann er Ihnen nicht abnehmen.

2. Was muss man wissen?

Was „Firefox“ ist, das werden Sie wahrscheinlich wissen – prinzipiell das gleiche Werkzeug wie z. B. Ihr Internet Explorer, mit Sie – vielleicht – noch surfen.
Firefox ist kostenlos. Er ist schnell runtergeladen und installiert (dazu mehr im Anhang).

Hier, bei dem „Firefox für Lehrer“, geht es hauptsächlich um zwei Bereiche. Der eine beschäftigt sich mit sogenannten Erweiterungen, auch „Add ons“ oder „Extensions“ genannt. Damit bringt man Firefox neue Kunststücke bei. Nehmen wir an, Ihre Textverarbeitung konnte bisher Wörter höchstens als „fett“ markieren. Nach einer solchen Erweiterung würde sie dann auch noch „kursiv“ beherrschen, was sie vorher nicht konnte.
Der zweite Aspekt ist die Anpassung an Ihre Bedürfnisse. Firefox anzupassen bedeutet, dass vorhandene (oder neu hinzugefügte) Funktionen nun so eingerichtet werden, dass sie Ihren Bedürfnissen entsprechen. Um im Bild der Textverarbeitung zu bleiben: Wenn der neue „Kursiv-Button“ nun ganz rechts außen auf der oberen Leiste gelandet wäre, „ziehen“ Sie ihn neben den Button für „fett“ – dort fällt er mehr ins Auge. Oder Sie definieren selbst einen dritten Button, der fett und kursiv zugleich beherrscht, weil Sie das oft in Ihren Arbeitsblättern einsetzen.

3. Wie gehen wir vor?
Nun, wir wissen ja, was der didaktisch korrekte Weg ist: Zunächst erläutern wir einen Sachverhalt an einem einfachen Vorgang, damit das Prinzip verstanden wird.
So auch hier: Wir werden eine sehr einfach Erweiterung installieren und eine sehr einfach Anpassung vornehmen. Diese beiden grundlegenden Schritte werden in einem Video verdeutlicht. Das kann man sich in Ruhe ansehen und es anschließend nachvollziehen.
Das sollte eigentlich auch schon genügen, um den Vorgang an sich verstanden zu haben. Anschließend werden weitere Erweiterungen und Anpassungen erklärt – Sie suchen sich dabei heraus, was für Ihren Informationsalltag wichtig ist. Sie müssen also keineswegs alle Erweiterungen und Anpassungen vornehmen. Wobei ich aus den rund 5.000 Möglichkeiten (so viele Add ons gibt es zur Zeit bei Firefox) bewusst jene rausgesucht habe, die auch wirklich einen Blick wert sind. Es kann aber auch umgekehrt sein, dass Sie durch „Firefox für Lehrer“ auf den Geschmack kommen und selbst die Vielzahl von Möglichkeiten durchstöbern und ausprobieren. Nur zu!

4. Das hört sich jetzt aber doch nach viel Zeit an …

Ja, aber das macht nichts – denn in Wirklichkeit geht die Sache rasch. Die beiden Grundlagen-Videos erfordern jeweils 5 Minuten. Das Installieren einer Erweiterung noch nicht mal 1 Minute. Theoretisch könnten Sie also bereits in 20 Minuten alles „vollbracht“ haben. Praktisch wird der Aufwand schwanken von 10 Minuten, wenn man bereits Vorkenntnisse hat, bis vielleicht 1 Stunde, wenn alles neu ist. Und das geht doch, oder?

5. Und wenn ich das auch auf meinem Computer im Büro haben möchte …

Dann brauchen Sie sich die Arbeit nicht 2 x zu machen. Einmal gründlich eingerichtet können Sie Ihre Veränderungen zu jedem beliebigen anderen Computer „tragen“. Wie das gemacht wird, das erläutere ich zum Schluss auch noch.

6. Und was soll der Weblog?

Sie können sich „Firefox für Lehrer“ wie zwei Module vorstellen. Das Grundmodul besteht aus den Anleitungen, den Basic-Videos, den grundsätzlich nützlichen Erweiterungen. Im Weblog werde ich meine Hinweise ergänzen, neue Erweiterungen vorstellen, praktische Mini-Tipps verstreuen, interessante Links für den Bildungsbereich vorstellen.

Abschließend …
… bin ich Ihnen für Anregungen, Ratschläge, Verbesserungstipps sehr dankbar. Entweder Sie schreiben Ihre Bemerkungen an den entsprechenden Stellen in die Kommentarfelder, oder Sie lassen mir über das Kontaktformular eine kleine Nachricht zukommen. Das wäre prima!

line
footer
Firefox für Lehrer, der Lehrer-Firefox! - Impressum